Burg Blankenhorn um 1680
Burg Blankenhorn um 1680

Die letzten Neuffer auf Burg Blankenhorn

 

Der Sohn Gottfrieds, Rudolf von Neuffen, heiratet die Adlige Elisabeth von Strahlenberg, das Paar bekommt eine Tochter Elisabeth von Neuffen , jedoch keinen Sohn als Stammhalter. Rudolf bleibt sicherlich als Ritter mit seiner Familie auf Burg Blankenhorn und verwaltet den gemeinsamen Besitz.

 

Die Tochter Maria von Neuffen heiratet den Burgnachbarn Ulrich von Magenheim und lebt mit ihrem Mann wahrscheinlich in Brackenheim, welches Magenheimischer Besitz ist (alle Urkunden des Paares haben als Ausstellungsort Brackenheim), auch sie bekommen eine Tochter, Maria von Magenheim.

Rudolf v. Habsburg (1218-1291)
Rudolf v. Habsburg (1218-1291)

Das Jahr 1280 bringt große Veränderungen in das Zabergäu:

Am 29. Mai 1280 erteilt der neue deutsche Kaiser Rudolf von Habsburg (seit 1273) Brackenheim das Stadtrecht mit allen sonstigen Rechten, die auch die Reichsstädte Esslingen und Hall innehaben. Um die neue Reichsstadt zu stärken, wird die alte Handelsstraße Cannstatt-Speyer, die seither über Bönnigheim, Meimsheim und auf den Stromberg führt, umgeleitet.

Ab diesem Zeitpunkt gelangt man von Bönnigheim nach Brackenheim, über den Heuchelberg in Richtung Sinsheim nach Speyer und nicht mehr wie bisher über den Stromberg!!

Für das Haus Magenheim ist diese Maßnahme im wahrsten Sinne des Wortes „Gold wert“, den nun müssen die Händler und Reisenden durch Brackenheim ziehen, das bringt zusätzliche Einnahmen durch Geleit- und Marktrecht.

Für Rudolf von Neuffen ist dieser Schachzug des Kaisers eine Katastrophe, er verliert seine Haupteinnahmequelle und gerät immer mehr in finanzielle Schwierigkeiten.

 

Ungefähr ab 1290 sind die Geschwister gezwungen, nach und nach ihre Besitztümer zu verkaufen.                       Dazu kommt noch, daß die Neuffer für ihr Seelenheil und das ihrer Vorfahren immense Summen und Güter an Kirchen und Klöster verschenken.

1295 verpfändet Rudolf seinen Anteil an Burg und Liegenschaften an Konrad von Weinsberg, den Mann seiner Cousine Luitgard, kann ihn aber einige Zeit später wieder auslösen.

1296 aber hat Rudolf keine andere Wahl mehr und verkauft seinen Anteil am väterlichen Erbe an den Grafen Gerlach von Breuberg.

1297 stirbt Rudolf von Neuffen, seine Schwester Maria wahrscheinlich kurz danach. Mit Rudolf stirbt die männliche Linie der Edelfreien von Neuffen im Zabergäu aus.

 

 

Um die weitere Geschichte leichter zu verstehen, betrachten wir die beiden Erbparteien jeweils für sich:

 

Der Anteil Rudolfs:

       

Wie bereits erwähnt ist Rudolf mit Elisabeth von Strahlenberg verheiratet und hat eine Tochter namens Elisabeth von Neuffen. Die heiratet um 1293 den Adligen Konrad von Flügelau, der irgendwann zwischen 1300 und 1306 den Erbanteil seines Schwiegervaters von Gerlach von Breuberg wieder zurückkauft. Allerdings mit der Auflage, daß der Besitz bei seinem Ableben an seinen Onkel (Oheim) Heinrich von Eberstein fallen soll.                                                                                                                                                                                      Als Konrad von Flügelau 1313 stirbt, heiratet Elisabeth von Neuffen ein 2. Mal, auch einen Magenheimer, nämlich Zeisolf von Magenheim.

Wie vertraglich zugesichert fällt der Blankenhorner Besitz( Burg mit Güglingen und Eibensbach jeweils zur Hälfte) dem Grafen von Eberstein zu. Diese Vereinbarung wird im Februar 1320 nochmals urkundlich bestätigt.   

Eberhard I. v. Württemberg (1279-1325)
Eberhard I. v. Württemberg (1279-1325)

 Im Jahre 1321 verkauft Heinrich von Eberstein seinen neu erworbenen Besitz an den Grafen Eberhard I. von Württemberg.

 

 Der Anteil Marias

 

Maria heiratet den Burgnachbarn Ulrich I. Magenheim und lebt mit ihm zusammen wahrscheinlich in Brackenheim. Auch sie bekommen eine Tochter, Maria von Magenheim.

Maria wiederum heiratet den Grafen Otto II. von Hohenberg-Wildberg und bekommt 2 Kinder, einen Sohn Burchard (Burgin) von Hohenberg und eine Tochter Mechthild (nach ihrer Urgroßmutter). 

Am 18. Oktober 1321 verkauft Burgin seinen Erbanteil ebenfalls an den Grafen Eberhard I. von Württemberg.

 

Ab diesem Moment ist die Burg Blankenhorn mit allen verbliebenen Gütern wieder in einer Hand und wird es ( trotz mehrmaliger Verpfändungen) bis zum heutige Tag bleiben

 

©2013/Stefan Weber

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