Unter dieser Rubrik finden Sie immer wieder Bilder und kurze Informationen über unsere laufenden und schon durchgeführten Forschungseinsätze. Hier geht es vorrangig um Aktionen, die sich mit der Baugeschichte und der Anlage an sich beschäftigen!

weiterführende Informationen finden Sie dann unter "Aktivitäten" des jeweiligen Jahres.

Viel Spaß beim Stöbern!

Untersuchungen zum Bau der Burg, Januar 2019

Skizze der Gerüstformen
Skizze der Gerüstformen

In der arbeitsfreien Zeit des Januars haben wir die Mauern der Burg  im Hinblick auf Spuren, Kennzeichen und Merkmale mal näher betrachtet, um zu prüfen, ob beim Bau der Burg Gerüste verwendet wurden.

Alle Mauerabschnitte wurden genauestens auf sogenannte "Rüstlöcher" untersucht, die bei allen im 13. Jahrhundert verwendeten Baugerüst-Typen auftauchten.

Ein Merkmal dieser Rüstlöcher sind regelmäßige Abstände horizontal von 2-3 Metern und vertikal 1,5 -2 Metern. Diese Löcher tauchen aber erst ab ca. 3 Meter Mauerhöhe auf, bis dahin wurde mit mobilen Gerüstböcken gearbeitet.

 

Prinzipiell unterscheidet man 4 verschiedene Gerüstarten im Mittelalter:

  • Fliegendes Gerüst oder auch Auslegergerüst: hier werden horizontal Balken mit in die Mauer verbaut, auf die überstehenden Abschnitte wurden Bretter oder Geflecht gelegt, so daß man darauf stehen konnte. Nach Abschluß der Arbeiten wurden die Balken im Mauerwerk gelassen und einfach bündig abgesägt. Nach dem Verotten des Holzes bleiben heute sichtbar durchgehende Löcher in der Wand übrig. Der Vorteil dieser Konstruktion war, daß von beiden Seiten der Mauer gleichzeitig gearbeitet werden konnte und relativ wenig Holz benötigt wurde.
  • Konsolengerüst: Prinzip wie beim fliegenden Gerüst, nur wurde das Gerüst außen noch mit Konsolenbalken gegen die Mauer nach unten abgestützt, damit man das Gerüst besser als Arbeitsplattform ( höhere Belastung möglich, z. B. für Haspeln oder Rollenzug) nutzen konnte.
  • Einfaches Stangengerüst: hier wurden in 1-2 Meter Entfernung vom Mauerwerk Pfosten im Boden verankert. Für die nötigen Verbindungen der Querbalken mit der Wand wurden im Mauerwerk Rüstlöcher eingelassen, die aber meistens nur wenige Zentimeter tief waren.
  • Doppeltes Stangengerüst. Ähnelt sehr unserer heutigen Form ohne Verbindung zum Mauerwerk, daher auch heute keine Spuren sichtbar. Diese Form taucht aber erst zu späterer Zeit in Deutschland auf.

Auf Burg Blankenhorn findet man überhaupt keine Rüstlöcher, weder durchgehende (fliegendes Gerüst, Konsolengerüst) noch Eintiefungen (einfaches Stangengerüst).

 

Man kann also davon ausgehen, daß die Maurer und Steinversetzer mitsamt den Kränen direkt auf der breiten Mauerkrone standen und von dort aus die neuen Steine an ihren Platz brachten.

 

Da Blankenhorn aus großen Buckelquadern gebaut wurde, war ein Betreten der Mauer relativ bald nach Versetzen der Quader möglich, außerdem bestand ja immer noch die Möglichkeit, auf dem aus Bruchsteinen gemauertem Kern zu stehen.

Über die Arbeitssicherheit bei diesen Arbeiten und mit diesen Hilfsmitteln braucht an dieser Stelle nichts weiter gesagt werden, es gab sie einfach nicht!

 

Nähere Informationen zum Thema gibt es dann im Juni auf unserem Burgfest!

Forschungen zur Geschichte November 2017

Die IG Burg Blankenhorn betreibt nicht nur Bauforschung, sondern beschäftigt sich auch intensiv mit der Geschichte der Burg und ihrer Bewohner.

Und genau hier gibt es neue Theorien, wie die Herren von Neuffen in den Besitz der Ländereien und Liegenschaften im Zabergäu gekommen sind!

Näheres unter "Geschichte der Burg".

Tag der Mitarbeit am Denkmal 9. September 2017

An diesem Tag wurden von den IG-Mitgliedern und freiwilligen Helfern ungefähr die Hälfte der Mauern genau untersucht und die dabei gefundenen Steinmetzzeichen und sonstigen Anomalien kartographiert.

Dabei wurden  15 (!!) neue Steinmetzzeichen entdeckt und dokumentiert, die bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt waren.

Vielen Dank an alle Helfer.

Nun folgt die Auswertung und die Eintragung aller Zeichen in die digitalen Pläne

Eine Auflistung aller Zeichen folgt an dieser Stelle, sobald die Analyse abgeschlossen ist!

Schauen Sie einfach ab und zu rein!

Bodenradar-Messungen 13.09.2016

Vermessung der Burg 2014

Aus der immensen Datenmenge, die wir bei unserer Vermessungsaktion im November 2014 erhielten, erstellten Karin und Stefan Bröcker zwei Filme, die  sehr gut die Dimensionen und die Lage der Burg auf dem Stromberg zeigen.

 

Bitte einfach auf die Links klicken und staunen!

 

Virtueller Flug über die Burgruine kombiniert mit digitalem Geländemodell:

 https://youtu.be/8hjlaMb1Et8

 

Bei diesem Film wurde der Bewuchs rund um die Burg am Rechner entfernt, um einen besseren Eindruck von der Gesamtanlage zu erhalten.

 

 

 Virtueller Flug durch die Burgruine mit Detailaufnahmen:

 https://youtu.be/eMwL7PR4h6M

 

 

Unten finden Sie noch Bilder des digitalen Höhenmodells sowie Scanneransichten der Burg:

 

Unter "Termine 2014" gibt es die Bilder  der Vermessungsaktion.

 

Für weitere Informationen  oder Fragen stehen wir gerne zur Verfügung! 

Bitte schreiben Sie uns über das Kontaktformular, wir antworten garantiert!

Logo IG Burg Blankenhorn
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Aktuelles

Terminvorschau:

Das Blankenhornfest vom 15. bis 16. Juni 2019

 

Untersuchung der Mauern zum Thema Gerüste.

Näheres unter "Forschung"

Neu: Wetter auf Burg Blankenhorn und Umgebung: